666 Jahre Heckelberg
 
     
 

 

In einer Urkunde vom 26.03.1340 wurde Heckelberg zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Bei Bauarbeiten an der Kirche wurde 1989 ein Fensterrahmen aus Eichenholz ausgebaut. Dieser Rahmen wurde zu dendrologischen Untersuchungen nach Berlin zur Humboldt Universität eingereicht. Diese Untersuchungen ergaben, dass das beim Bau der Kirche verwendete Eichenholz bereits von 1225 stammt. Somit gehört die Heckelberger Dorfkirche mit zu den ältesten (sakralen) Baudenkmälern im Oberbarnim.

1375 wurde der Ort Heckelberg „Oppidum“ als Städtlein genannt.

Der Name Heckelberg deutet auf den Schutz des Ortes hin. Die Art der Einfriedung bestand aus Pfählen, die kreuzweise in den Boden geschlagen und die Zwischenräume mit Reisig ausgefüllt wurden.

Durch die Lage Heckelbergs an der Handels- und Heeresstraße von Berlin zur Oder entwickelte sich der Ort sehr schnell.

Durch Zerstörungen in Kriegszeiten (von 1400 an) ist das Städtlein zur Dorfbedeutung herabgesunken und wurde später nur noch ein Flecken genannt.

Im 16. Jahrhundert siedelten sich die ersten Handwerker an (Schmiede, Schneider, Schreiner).

Ab 1800 stieg dann die Einwohnerzahl stetig an. Heckelberg entwickelte sich zu einem Bauerndorf mit vielen Handwerkern.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche wurde von 16 Bauern und 4 Kossäten bewirtschaftet.

1836 wurde dann der landwirtschaftliche Verein gegründet. Er diente den Bauern zur Weiterbildung.

1840 zählte Heckelberg 31 Wohnhäuser mit 269 Einwohnern.

1845/46 wurde das neue Schulhaus an der Kirche gebaut.

Danach wurde in Heckelberg durch den Aufschwung in der Landwirtschaft sehr viel gebaut. Die Bauern bauten sich neue moderne Wohnhäuser mit großen Ställen und Viehhaltungen. Weitere Handwerker ließen sich in Heckelberg nieder.

1883 gründeten die Bauern eine Genossenschaft und bauten eine Brennerei, die Eigentum der Bauern war.

1886 feierten die Bauern das Bestehen des landwirtschaftlichen Vereins, der sich bei der Umgestaltung der Landwirtschaft von der Dreifelderwirtschaft zur modernen Landwirtschaft bewährt hatte. Die landwirtschaftliche Nutzfläche betrug jetzt 1147 ha Ackerland.

Der Fortschritt zog ein. 1911 wurde Heckelberg an das elektrische Stromversorgungsnetz angeschlossen. Diese neue Entwicklung brachte allen Bürgern des Ortes viele Erleichterungen.

1914 stieg die Einwohnerzahl auf 445 Personen an.

Der 1. Weltkrieg brachte viel Not und Leid. Viele Väter und Söhne fielen. Die Bauern mussten 50 Pferde für den Krieg bereitstellen. Die Kirche verlor ihre Glocken und Orgelpfeifen, sie wurden als Kriegsmaterial verwendet.

Für die Gefallenen des 1. Weltkrieges wurde 1921 das Denkmal in der Eberswalder Straße eingeweiht.

1934 wurde der Kindergarten gebaut, der bis heute noch Bestand hat und 2004 seinen 70. Geburtstag feierte.

Auch der 2. Weltkrieg machte um Heckelberg keinen Bogen. 30 Männer wurden eingezogen und nur einige kehrten wieder heim. Einige Wirtschaftsgebäude und Wohnhäuser wurden durch den Krieg zerstört.

Bis zum 2. Weltkrieg gehörte Heckelberg zu den schönsten und modernsten Bauerndörfern im Kreis Oberbarnim.

Am 21.04.1945 wurde Heckelberg durch die polnische Armee besetzt.

Der Neuanfang nach dem Krieg war auf allen Gebieten sehr schwer. Viele Umsiedler erhielten eine neue Heimat.

1947 fand nach der Ernte das erste Erntefest statt.

Am 01.03.1952 wurde das Landambulatorium feierlich übergeben. Viele Bürger der Gemeinde und Umgebung halfen beim Aufbau mit.

Am 27.03.1953 wurde die „LPG Rosa Luxemburg“ gegründet.

Durch den Anstieg der Schülerzahlen wurde nach neuen Klassenräumen gesucht. 1955 wurde das Kreishaus als Schule umgebaut.

Für die Versorgung der Bevölkerung wurde 1957 das Landwarenhaus gebaut. Die Einwohnerzahl stieg mit Beerbaum und Gratze auf 848 an.

Endlich konnte am 15.01.1969 die neue Schule am Tuchener Weg übernommen werden. Ein Jahr später öffnete in der alten Brennerei die Großküche, die auch gleichzeitig als Schulküche für die Schüler das Mittagessen kochte.

Die LPG wurde getrennt. Es entstanden die LPGT (Tierproduktion) und die LPGP (Pflanzenproduktion).

Die ersten Mieter bezogen 1979 den Neubaublock am Tuchener Weg.

Das Abwasser aus Berlin wurde nach der Beendigung des Baus des Rohrleitungssystems und der Auffangbehälter ab 1983 verregnet.

In den Jahren 1987/88 begannen an und in der Kirche umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten. So wurde der Altar restauriert, das gesamte Dach neu gedeckt, der Turm erhielt ein neues Dach und im Turm wurde die zweite Glocke wieder aufgehängt.

Im November 1989 fielen die Grenzen zwischen „Ost und West“.

Mit Gründung eines gemeinsamen deutschen Staates am 03.10.1990 hörte die DDR auf zu bestehen.

Am 26.03.2006 feierte Heckelberg seinen 666. Geburtstag.
 
     
     
     
     

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