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Amt Falkenberg-Höhe

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Geheimtipp für Naturfreunde

Wo einige der bedeutendsten Großschutzgebiete Deutschlands zusammentreffen, namentlich das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, der Nationalpark Unteres Odertal und der Naturpark Barnim, schmiegt sich der Ort Falkenberg/Mark an die Hänge des Odertals.

 

StorchVon den Aussichtspunkten der Umgebung mit ihrem interessanten, eiszeitlich überformten Relief hat man einen Blick über eine seit Jahrhunderten fast unveränderte Kulturlandschaft von ungeahnter Schönheit und Vielfalt. Schon bei der Fahrt zwischen Eberswalde und Falkenberg mit der Regionalbahn - die Züge fahren im Stundentakt - wähnt sich der aufmerksame Naturbeobachter in einer längst vergangenen Zeit. Auf den weiten Wiesenflächen des Finowtals und Niederoderbruchs stolzieren Weißstörche und schnappen nach mancher Rote Liste- Art, wie Laubfrosch, Kammmolch und Ringelnatter. Große Kiebitzschwärme, Rot- und Schwarzmilane, Schreiadler, Rohrweihen u.v.m. besuchen mit Vorliebe die frisch gemähten Wiesenflächen. Auf ihren Ansitzwarten singen Braunkehlchen und Grauammern, Wiesenpieper und Feldlerchen steigen zu ihrem Singflug auf, Kraniche trompeten aus den Auwaldresten und über dem Ganzen kreisen See- und Fischadler. Nach dem Aussteigen aus dem Zug - eine andere Welt: Mit 25 Einwohnern pro Quadratkilometer ist das Biosphärenreservat eine der am dünnsten besiedelten Landschaften Deutschland

 

Auf ihren Ansitzwarten singen Braunkehlchen und Grauammern, Wiesenpieper und Feldlerchen steigen zu ihrem Singflug auf, Kraniche trompeten aus den Auwaldresten und über dem Ganzen kreisen See- und Fischadler. Nach dem Aussteigen aus dem Zug - eine andere Welt: Mit 25 Einwohnern pro Quadratkilometer ist das Biosphärenreservat eine der am dünnsten besiedelten Landschaften Deutschland

 

Vom Eis gestaltet

Bis vor 12000 Jahren gestalteten die Gletscher der letzten Eiszeit eine ungeahnte Formenfülle von Landschaftselementen auf engstem Raum. Wandert man von Falkenberg in nördlicher Richtung, gliedern sich Urstromtal, Sander, Endmoräne und Grundmoräne wie im Lehrbuch aneinander. So abwechslungsreich wie die Oberflächenformen ist hier auch das Mosaik unterschiedlichster Lebensräume.

 

SchiffshebewerkIm Naturschutzgebiet Schäfergrund zwischen Falkenberg und Niederfinow findet man wertvolle Trockenrasenstandorte mit einer Artenausstattung von Pflanzen- und Insekten, die für Deutschland außergewöhnlich ist. Schaut man über das Urstromtal in Richtung des weltbekannten Schiffshebewerks Niederfinow am Oder-Havelkanal, erstrecken sich dort die hügeligen Endmoränenzüge, überwiegend mit naturnahen Buchenwäldern bestanden, darunter die beiden größten zusammenhängenden Tieflandbuchenwaldkomplexe der Welt:

 

Poratzer und Grumsiner Endmoräne mit 6.500 ha und der Choriner Endmoränenbogen mit 3.500 ha Größe. Einzigartig in unserer Endmoränenlandschaft sind die zahlreichen und vielgestaltigen Gewässer, angefangen von kleinsten Feldsöllen, unterschiedlichsten Waldmooren und Waldseen bis hin zu den weit ausgedehnten Klarwasserseen Werbellinsee- und Parsteiner See.

 

 

Das Land der Kraniche

IKranigm zeitigen Frühjahr hört man die Rufe der Kraniche, die ihre Brutplätze, meist auf Bülten der Brüche und Moore, beziehen. Mit über 350 Brutpaaren im Biosphärenreservat wird hier die größte Siedlungsdichte Mitteleuropas erreicht.

 

Ein besonderes Erlebnis ist eine Fahrradtour von Falkenberg zum Ökodorf Brodowin (ca. 15 km) durch das NSG Niederoderbruch und dem ältesten Flächennaturschutzgebiet Deutschlands, dem Plagefenn.

 

Mit etwas Glück kann man hier einige der seltensten Brutvogelarten Deutschlands wie Schreiadler, Schwarzstorch, Zwergschnapper, Mittelspecht, Wachtelkönig und Waldwasserläufer beobachten. Charakteristische Arten sind auch Rotwild, Fischotter, Biber sowie Amphibien wie Moor- und Laubfrosch.

 

Zu einem weiteren Höhepunkt bei dieser Tour zählt das Baden im klaren Wasser des großen Parsteiner Sees, mit etwa 10 km Länge und 6 m Sichttiefe. Bei der Rückfahrt nach Falkenberg kann man in den Abendstunden mit etwas Glück den seltenen Wachtelkönig, der zu den absoluten Raritäten in Deutschland gehört, zwischen Liepe und Falkenberg an mehreren Stellen hören. Bemerkenswerte Röhrichtbewohner an den Ufern der Gewässer des Niederoderbruchs sind kleines Sumpfhuhn, Tüpfelsumpfhuhn, Blaukehlchen sowie in großer Zahl Rohrschwirl, Drosselrohrsänger und Bartmeise. in den Ufergehölzen singen Sprosser und Beutelmeise. Die Graugans ist allgegenwärtig im gesamten Gebiet. Im Winterhalbjahr kommen Zehntausende von Saat- und Blässgänsen aus ihren nördlichen Brutgebieten dazu .

 

Der Fontaneweg

Eine besonders reizvolle Landschaft, die Theodor FonFalkenbergtane bei seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg als ,,Klein Thüringen" bezeichnete, kann man bei einer Tour zwischen Falkenberg und Bad Freienwalde auf dem Fontaneweg erleben. Steile Abhänge, abwechselnd mit Nadel- und Laubholz bestanden, bieten von mehreren Punkten eine besonders schöne Aussicht über das Niederoderbruch bis nach Polen (ca. 15 km).

 

Der Bismarckturm, 1895 auf den Grundmauern einer fast 1.000jährigen Burg erbaut, mehrere romantische Bäche und der Teufelssee waren schon zur Zeit unserer Urgroßeltern bei den wanderfreudigen Berlinern bekannte Ausflugsziele.

 

Besonders zu empfehlen ist bei dieser Wanderung ein Besuch der Ausflugsgaststätte ,,Carlsburg“, die sich erhöht auf einem schroffen Sporn der Stauchmoräne befindet und einen weiten Panoramablick über Falkenberg und seine Umgebung bietet. Die Carlsburg ist eines der beliebtesten Ausflugziele der gesamten Region. Während des gesamten Jahres kaufen viele Gäste hier auch Geschenke für alle Anlässe, von regionalen Produkten über preiswerte Deko-Artikel bis hin zu anspruchsvollem Kunstgewerbe. Die literarisch-musikalischen Veranstaltungen des Hauses sind ein echter Geheimtipp. www.carlsburg.de

 

Der Cöthener Park

Zu den wohl schönsten Gegenden des Landstrichs der Barnimhänge zählt das von Falkenberg nach Cöthen aufsteigende Gelände, welches Carl Friedrich von Jena zu Beginn des 19. Jh. zur Anlage eines Parks zwischen dem Cöthener Gutsschloss und der Carlsburg veranlasste. Reste der alten Parkanlage befinden sich im Quellgebiet des malerischen Cöthener Fließes in Form eines alten Wasserrades sowie eines Wasserfalls. Bachforelle, Eisvogel und Gebirgsstelze sind nur einige Arten des Fließtals mit seinem naturnahen Altholzbestand. Vorbei an der Waldgaststätte ,,Mon Choix" führt ein Wanderweg zur uralten Ida-Eiche und zurück nach Falkenberg.

 

,,Wie oft wollen Sie noch in Falkenberg Urlaub machen?" fragte ich einen Naturfreund, der zum 20. Mal seinen Jahresurlaub bei uns verlebte. „Ich habe hier noch längst nicht alles gesehen,“ war seine knappe Antwort.

 

Hier noch einige Hinweise zu weiteren Ausflugszielen der Region:

 

Blumberger Mühle

INFO-Zentrum des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin mit dem dazugehörenden NSG

Link: www.blumberger-muehle.de

 

Criewen

INFO-Zentrum des Nationalparks Unteres Odertal

Link: www.unteres-odertal.de

 

Gamengrund:

Eiszeitliche Rinne zwischen Gamensee und Strausberg, ca. 40 km Länge

 

Eberswalder Zoo:

Als einziger Brandenburger Zoo Partner der Stiftung Artenschutz.“

_ Link: www.zoo.eberswalde.de